Wird Ubuntu zum schlechteren Windows?

Auch wenn mich die häufigen Neustarts nach einem Kernel-Update nerven, ganz so schlimm, wie es der Herr Hirner beschreibt, ist es dann meiner Meinung doch nicht. Die anderen Probleme, die er hat, kann ich so nicht nachvollziehen. Es ist aber logisch, dass je ausgefallener die Hardware ist, die man benutzen will, es umso mehr zu Fehlern kommt.
Ich bin mit dem Weg den Ubuntu/Kubuntu eingeschlagen hat sehr zu frieden. Nicht umsonst bin ich auf dem Desktop weg von Debian hin zu Kubuntu. Die Releasezyklen waren mir einfach zu lang. Ende vom Lied bei Debian war, dass ich immer mehr Beta-Repositories eingebunden hatte und damit das System sehr instabil war. Für mich gibt es keine bessere Kombination als Debian für Server und Kubuntu für den Desktop.

Amarok2 gewöhnungsedürftig

Amaroklogo

Gestern wurde nach langjähriger Entwicklungszeit Amarok2 veröffentlicht. Bisher hatte ich eine Playlist mit allen Musikstücken drin. Ja nach Laune wurden die Titel zufällig oder gezielt ausgewählt. In Amarok2 funktioniert das allerdings nicht mehr so. Das neue Layout hat es mir erstmal schwer gemacht, mich zurechtzufinden.

Inzwischen habe ich gelernt, dass Amarok2 diese eine unumfängliche Playlist so nicht mehr unterstützt. Stattdessen soll man eine “dynamische Playlist” nutzen. Hier werden zufällig (oder nach bestimmten Kriterien) immer die nächsten 10 zu spielenden Titel eingetragen. Ich kann somit schon zuvor sagen, was demnächst gespielt wird. Wenn ich da von vorherein weiß, dass mir ein Lied nicht gefällt, dann nehme ich es einfach raus. Genauso kann ich gezielt Lieder die ich hören will, in der Collation aussuchen und eine eine bestimmte Stelle in der Playlist hinzufügen. Damit wird dann z.B. zwischendurch ein spezielles Album gespielt und danach gehts wieder zufällig weiter.

Bin mal gespannt, ob ich mich damit anfreunden kann.

KDE 4.2 Beta auf Kubuntu 8.10

Gestern habe ich aller Warnungen zum Trotz, meine produktive Umgebung auf KDE 4.2 Beta umgestellt. Wie das genau funktioniert, wir auf der Seite von Kubuntu erklärt.
Ich muss sagen, ich bin hell auf begeistert. All die kleinen Macken, die KDE 4.1 hatte, sind verschwunden. Hervorheben möchte ich folgende drei:

  • Das Applikations-Menü ist jetzt so schnell, wie man es sich erwartet.
  • Der System-Tray stellt Icons jetzt korrekt dar, ohne sie zu überlagern oder Teile anderer Icons noch im Hintergrund zu haben.
  • Alle Scrollbalken werden auch in GTK-Programmen wie Firefox oder Thunderbird korrekt angezeigt. In KDE 4.1 sind diese immer wieder verschwunden, wenn man draufgeklickt hat bzw. wurden auch nur halb angezeigt.

Abschließend möchte ich behaupten, dass man mit KDE 4.2 wieder eine Arbeits-Umgebung hat, wie man sie sich erwartet. KDE 4.0 war ja überhaupt nicht als Endanwender zu benutzen. War dafür ja auch nicht vorgesehen. Mit KDE 4.1 konnte man schon einigermaßen arbeiten, auch wenn es hier und da mal ein paar Macken gab. KDE 4.2 rockt.

Kubuntu 8.10 mit KDE 4.1 auf dem MacBook

Kubuntu Logo

Seit KDE 4.0 Anfang diesen Jahres endlich erschienen ist, konnte ich es kaum erwarten, dieses endlich nutzen zu können. Für Kubuntu 8.04 gab es dann ja ziemlich schnell die Möglichkeit, KDE 4.0 parallel zu seinem KDE 3.5 zu installieren. Das habe ich dann auch prompt getan und war mehr als enttäuscht. Ich musste die Erfahrung am eigenen Leib machen, was die KDE-Entwickler schon immer gesagt haben. Die Version 4.0 ist nicht für den Endverbraucher gedacht. Also habe ich erstmal die Version 3.5 weiter benutzt.

Als dann im Sommer die Version 4.1 freigegeben wurde, habe ich einen weiteren Test gemacht. Diesmal war KDE 4 einigermaßen brauchbar und ich verwende es seitdem ausschließlich. Zwar hat es nach wie vor einige Macken, aber darüber will ich mal hinwegsehen.

Nachdem vor ein paar Tagen nun die erste Beta von Kubuntu 8.10 veröffentlicht wurde, konnte ich nicht mehr widerstehen und hab mein MacBook auf Kubuntu 8.10 Beta gehoben.

Auch von diesem Update wurde ich wieder nicht enttäuscht, auch wenn es noch ein einigen Stellen hakt. Aber allein der knetworkmanager ist einfach genial. Bisher habe ich für meine T-Mobile-UMTS-Karte immer die Software von Vodafone benutzt, um mobil ins Internet zu kommen. Das erledigt ab sofort der knetworkmanager.

Ich gehe schwer davon aus, dass Kubuntu 8.10 bis zu seiner endgültigen Veröffentlichung noch die ganzen kleinen Bugs beheben wird. Auf diesen Tag freue ich mich schon gewaltig.

Hibernate/Suspend mit KDE4

Nach einem Upgrade meines Kubuntu auf KDE4, gibt es auf meinen MacBook keine “Hibernate” oder “Sleep”-Buttons mehr. Wie es scheint, wurde diese in KDE 4.1 noch nicht implementiert. Habe mir nun ein kleines Script geschrieben, das den Bildschirmschoner aktiviert, damit der Bildschirm gelockt wird und dann das MacBook in den Suspend-Modus bringt:

#!/bin/bash
sudo echo suspend...
dbus-send --session --dest=org.freedesktop.ScreenSaver --type=method_call /ScreenSaver org.freedesktop.ScreenSaver.Lock
sleep 2
sudo pm-suspend

Da pm-suspend mit Root-Rechten ausgeführt werden muss, habe ich ein sudo vorangestellt. Der Bildschirmschoner dagegen muss vom eigentlichen User gestartet werden. Da aber bei gelocktem Bildschirm das Passwort für sudo nicht eingegeben werden kann, habe ich ganz voran noch ein sudo echo suspend… gestellt. Dieses bewirkt, dass man das Passwort einmal eingeben muss. Für den Befehl sudo pm-suspend ist es dann ja gecacht.

Alternativ könnte man auch den Befehl pm-hibernate angeben.

Nachtrag 19.10.2008

Mit Kubuntu 8.10 ist dieses Script obsolet geworden. Über das Power-Managment-Applet kann man das nun bequem mit zwei Klicks machen.

CUPS und Samsung SCX-4725FN

Nach ein paar Jahren mit meinem HP LJ2100 ist dieser so langsam ein wenig altersschwach geworden und ich habe mich nach Alternativen umgesehen. Da mein Tintenpisser-Fax immer wieder eingetrocknet ist, war recht schnell klar, dass ich ein Kombigerät will. Außerdem steht dann nur noch ein Gerät da. Ein weiterer Vorteil von so einem Gerät ist, dass es ein Flachbett hat, womit man auch mal Dinge aus einem Buch / einer Zeitschrift rauskopieren kann.

Für mich war natürlich auch wieder eine Linuxunterstützung eine der Grundvoraussetzung. Eine weitere Voraussetzung war die Netzwerkunterstützung. Lange rede, kurzer Sinn. Ich habe mir eine SCX-4725FN von Samsung bestellt, da es auf der Homepage von Samsung ein Treiberpaket für Linux gibt.

Dass ich diese Treiber gar nicht brauch, da der Samsung von sich aus IPP (Internet Printing Protocol) unterstützt, habe ich so vorher gar nicht gelesen. Ich mußte also nur die IPP-URL des Druckers, nachdem ich ihm eine IP-Adresse, etc gegeben, im CUPS angeben und schon konnte ich drucken. Ich war ehrlich sehr positiv überrascht.

Der einzige Wehrmutstropfen ist, dass ich es noch nicht geschafft habe, mit dem Gerät auf Linux zu scannen. Die Software ist leider nur für Windows vorhanden. Wer da irgendwo eine Anleitung hat, bitte mir unbedingt bescheid geben.

MacBook und Kubuntu

Nachdem meine letzten Posts alle nur von yingiz gehandelt haben, nun mal wieder ein wenig technischere Beutrag.

Apple MacBook

Kurz vor Weihnachten habe ich mir ein Apple MacBook zugelegt, da es vom Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich besser ist, als bei den Konkurrenten. Des weiteren schaut es auch noch deutlich besser aus. Auch bietet es z.B. ein Multi-Touch-Pad, was kein anderer Hersteller bisher in seine Geräte einbaut.

Bei meinen Kollegen habe ich allerdings nur Kopfschütteln bewirkt, als ich erzählt habe, dass das erste was ich gemacht habe, es war, ein Linux zu installieren. Apple hat ja bei OS X schon die richtigen Ansätze und vieles finde ich auch super, wenn man aber seit 10 Jahren eigentlich nur Linux/KDE benutzt, dann fehlen einem doch ein paar Dinge, die einem über die Jahre ans Herz gewachsen sind.

Nun stand die Frage im Raum, welche Distribution es denn sein sollte. Für mich sls langjähriger Debian-Anhänger war klar, dass es auf jeden Fall eine Distribution mit APT als Packet-Verwaltung sein muss. Eigentlich wollte auch wieder ein Debian-Etch installieren, allerdings habe ich mich dann mal ein wenig schlau gemacht und bin dann bei Kubuntu hängen geblieben, obwohl ich damit vor ein paar Jahren noch nicht so gut Erfahrung gemacht habe. Allerdings muss ich gleich sagen, dass Kubuntu inzwischen erwachsen geworden ist.

Ich bin sehr erstaunt, wie reibungslos die Installation funktioniert hat und wie super die Hardware erkannt wurde, ohne dass ich noch viel nachbearbeiten musste. Sogar das Power-Management, Speed-Step, … Ich hatte ja noch die Prozedur im Hinterkopf, die ich vor über 5 Jahren durchgemacht habe, um auf meinem PowerBook G4 ein Debian zum laufen gebracht habe. Da mußte alles per Hand installiert und eingestellt werden.

Ich kann also jedem die Kombination MacBook/Kubuntu empfehlen.